Sternenräume
Motivation hinter dem Projekt
Sternenräume ist uns wichtig, weil Familien nach dem Tod eines Kindes einen geschützten Ort und ausreichend Zeit für einen würdevollen, selbstbestimmten Abschied brauchen. Heute fehlen solche Orte weitgehend. Wir möchten diese Versorgungslücke nicht nur sichtbar machen, sondern konkret verändern und ein Modell schaffen, das langfristig vielen Familien zugutekommt. Das Preisgeld würde unmittelbar in den Aufbau des Pilotstandorts fließen – insbesondere in erste architektonische Planungen sowie Materialien und Maßnahmen für Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Damit können wir die nächsten konkreten Schritte auf dem Weg zum ersten Sternenraum finanzieren. Der gesellschaftliche Wert des Projekts liegt darin, eine bisher wenig beachtete Versorgungslücke zu schließen und den Umgang mit dem Tod von Kindern nachhaltig zu verändern. Sternenräume verbindet ehrenamtliches Engagement mit Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen und möchte aus einem Pilotprojekt ein übertragbares Modell entwickeln. Langfristig sollen Familien in ganz Deutschland Zugang zu einem geschützten Raum für Abschied, Trauer und Erinnerung erhalten.
Projektbeschreibung
Sternenräume schafft einen Ort, den es bisher kaum gibt: ein naturnahes Abschiedshaus für Familien, deren Kind vor, während oder nach der Geburt bis zum 18. Lebensjahr verstorben ist. Allein in Deutschland versterben jährlich rund 3.500 Kinder. In einer geschützten Umgebung sollen Familien Zeit bekommen, gemeinsam Abschied zu nehmen, Erinnerungen zu schaffen und ihre Trauer selbstbestimmt zu gestalten. Dafür verbindet Sternenräume psychosoziale und hebammengeleitete Begleitung mit Angeboten wie Geschwisterarbeit, psychosoziale Unterstützung und Sternenkindfotografie. 2026 von einem interdisziplinären ehrenamtlichen Team gegründet, arbeitet Sternenräume derzeit am Aufbau des ersten Pilotstandorts im Rhein-Main-Gebiet. Dabei soll nicht nur ein einzelner Ort entstehen: Die Erfahrungen werden wissenschaftlich begleitet, systematisch ausgewertet und zu einem übertragbaren Modell weiterentwickelt. Unser Ziel ist eine langfristige Veränderung der Trauer- und Versorgungskultur: Familien sollen nach dem Tod ihres Kindes nicht nur medizinisch und organisatorisch, sondern auch menschlich Raum für ihren Abschied bekommen. Perspektivisch sollen weitere Sternenräume in Deutschland, z.B. ein nächster in Nürnberg, entstehen und die Versorgung damit nachhaltig verbessert werden. Das Projekt ist aktuell für den Deutschen Engagementpreis nominiert sowie bereits mehrfach ausgezeichnet.